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Aus Sicht der Wissenschaft

Dr. Robert D. Hare hält in «Without Conscience» (Gewissenlos) folgendes fest:

«Psychopathische Mörder, sind nach gängiger Rechtsprechung und psychiatrischer Praxis, nicht verrückt. Ihre Taten entspringen nicht einer gestörten Psyche, sondern einem kühl berechnenden Kalkül in Verbindung mit einer beklemmenden Unfähigkeit, andere als denkende und fühlende Mitmenschen zu behandeln. Derartig moralisch unverständliches Verhalten einer scheinbar normalen Person erzeugt Verwirrung und Hilflosigkeit. So beunruhigend das auch sein mag, müssen wir an dieser Stelle doch darauf achten, den grösseren Zusammenhang nicht aus den Augen zu verlieren, denn die meisten Psychopathen spielen ihr böses Spiel, ohne Leute umzubringen. Konzentriert man sich allzu sehr auf die brutalsten und schlagzeilenträchtigsten Beispiele ihres Verhaltens, läuft man Gefahr, das grosse Bild nicht mehr zu sehen. Psychopathen, die nicht morden, aber unser geregeltes Leben stören. Die Gefahr, seine Ersparnisse an einen wortgewandten Schwindler zu verlieren ist sehr viel grösser, als von einem Killer mit stählernem Blick ermordet zu werden».

Aus Sicht der Literatur

William March beschreibt in «The Bad Seed» (Böse Saat), einer Novelle aus dem Jahr 1954, einen Umstand, mit dem die «Schwächen» guter Menschen beschrieben werden.  

«Gute Menschen sind nur selten misstrauisch: Sie können sich nicht vorstellen, dass jemand etwas tut, wozu sie selbst nicht imstande wären; für gewöhnlich akzeptieren sie die unspektakuläre Lösung als die beste und lassen damit die Dinge auf sich beruhen. Dazu kommt, dass ein normaler Mensch dazu neigt, sich einen „Psychopathen“ als jemanden vorzustellen, dessen Erscheinung ebenso monströs ist wie seine Psyche – aber kaum etwas könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. ... Diese Monster des Alltags hatten für gewöhnlich ein normaleres Aussehen und Verhalten, als ihre tatsächlich normalen Brüder und Schwestern; sie präsentierten ein überzeugenderes Bild der Tugend als die Tugend selbst – ähnlich der wächsernen Blüte einer Rose oder dem künstlichen Pfirsich, die dem Auge viel perfekter erscheinen als das mit Makeln behaftete Original, nach dessen Vorbild sie modelliert worden sind».  

Herausforderung

Vertrauen ist gut, Vorsicht schadet weniger ....

Wurden Sie oder wurde jemand die / den Sie kennen schon einmal: 

  • bestohlen?
  • belogen und dabei betrogen?
  • physisch angegriffen und verletzt oder gar getötet?
  • psychisch verletzt (durch Mobbing, Bossing, Bullying, Stalking)?
  • durch psychische Belastungen erkrankt und sich dabei allenfalls sogar umbrachte?
  • sich unbewusst laufend «gegen den eigenen Willen» beeinflussen lassen hat und dabei Fremdbestimmt sich hat instrumentalisieren lassen? 

Prof. Dr. Robert Hare, über die Herausforderungen im ManagementProf. Dr. Robert Hare, über die Herausforderungen im Management

Dr. Robert D. Hare über die gesellschaftlichen Herausforderungen (hare.org)

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